VEREIN zur Erforschung der FLORA des REGNITZGEBIETES e.V.
                       Sitz Nürnberg


1. Vorsitzender:
Johannes Wagenknecht
Tel. 09126 1056

2. Vorsitzender:
André Fichtner
Tel. 0179 9092662

 

 

[Home]


[Zeitschrift
RegnitzFlora
]

[Rundschreiben]

[Exkursionen]

Kleiner
Exkursions-
führer

[Bestimmungs-
Hilfe
]

Links


 
weiter zur Liste

Rubus in Franken und Umgebung


Vorbemerkungen:

Die vorliegenden Beschreibungen entstanden in rund zehn Jahren als Hilfsmittel bei der Einarbeitung in die Bestimmung der Rubussippen. Sie erheben weder den Anspruch auf Vollständigkeit noch auf sachliche Richtigkeit. Anregungen zu Verbesserungen und Korrekturen werden gern angenommen. Grundlage sind etwa 500 Belege, die im Wesentlichen in TK 25 6333 Gräfenberg und 6334 Betzenstein, sowie bei Exkursionen im Gebiet der VFR gesammelt wurden. Alle Belege wurden revidiert, meist von Herrn Friedrich Fürnrohr.


Sobald man sich eingehender mit der Gattung Rubus beschäftigt, macht man die Erfahrung, dass die eindeutige Bestimmung eines gesammelten Belegs aus verschiedenen Gründen manchmal nicht möglich ist. Bei allen Serien vor allem bei Pallidi, Hystrix und Glandulosi kann man Exemplare noch nicht bearbeiteter Sippen finden. So umfasst das Aggregat Rubus hirtus aus der Serie Glandulosi einen unstabilisierten Formenschwarm mit Tausenden von singulären Morphotypen. Ähnlich unübersichtlich ist die Situation bei Rubus caesius und Rubus idaeus. Es wird empfohlen, die Vorbemerkungen von H. E. Weber zum Bestimmungsschlüssel Rubus in Rothmaler Band 4, 10. Auflage Seite 368 zu lesen. Wenn man sich eingearbeitet hat, ist dieser Bestimmungsschlüssel hilfreich. Zur Einarbeitung sollte man reichlich Belege sammeln und revidieren lassen.

 

Erläuterungen zu den vorliegenden Rubusbeschreibungen:

Abgebildet sind ein Blatt (zuweilen ein Teilblättchen umgedreht), ein Endblättchen und ein Abschnitt des einjährigen Schösslings. Große Blätter zeigen meist die charakteristischen Merkmale besonders gut, aber die Größe der Auflagefläche des Scanners begrenzt das Wünschenswerte.

Der Index der Bestachelung ist die Anzahl der Stacheln pro cm Schösslingslänge.

Die Stiellänge des Blattes ist das Verhältnis aus der Strecke vom Schössling zum Verzweigungspunkt der Teilblättchen zu der Strecke vom Verzweigungspunkt zur Spitze des Endblättchens (Spitze eingeschlossen).


Die Stiellänge des Endblättchens ist das Verhältnis der Strecke vom Verzweigungspunkt zur Basis des Endblättchens zu der Strecke von der Basis zur Spitze des Endblättchens.


Die Prozentzahl für die Ansatzhöhe der Nebenblätter ist das Verhältnis der Strecke von der Stelle, wo der Ansatzstreifen des Blattstiels mit einer Kurve in die Längsrichtung des Schösslings einbiegt, bis zur Ansatzstelle der Nebenblätter am Blattstiel zum Durchmesser des Schösslings. Diese Länge lässt sich oft nur bei Blättern, die vom Schössling senkrecht nach oben abzweigen, eindeutig bestimmen.


Bei der Form des Endblättchens wird die Prozentzahl für das Verhältnis Breite zu Länge (B : L) angegeben.


Abkürzungen: Oberseite OS, Unterseite US, Hauptnervenzähne N.z., Fruchtknoten Fr.kn., Kronblätter Kronbl., Staubblätter Staubbl.

 

Literatur:

Jäger, J. E. & K. Werner (2005): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland, Bd. 4, 10.Aufl., 980 S. Spektrum Verlag, München

Haeupler, H & T. Muer (2000): Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. 789 S, Ulmer Verlag, Stuttgart

Unter www.rubus-sh.de/index.html hat Gerd-Uwe Kresken ganz aktuell sehr gute Beschreibungen und Bilder der Brombeeren in Schleswig-Holstein ins Internet gestellt. Entsprechende pdf-Dateien kann man herunterladen und ausdrucken.

weiter zur Liste